Unilever verklagt vegane Konkurrenz

Vegan-Mayo schadet Unilever, behauptet der Konzern. Nun hat einer der weltweit größten Produzenten von Lebensmitteln und Hygieneprodukten Klage eingereicht. Unilever beschuldigt den Hersteller einer veganen Alternative der Irreführung. Mayonnaise müsse Ei enthalten. Doch die Gesetzeslage ist unklar.

Es geht um Marktanteile, schreibt das angesehene Wirtschaftsmagazin Fortune. Der Absatz des veganen Alternativprodukts steige rasant in den großen Supermarktketten, berichtet die New York Times. Das beklagte Unternehmen heißt Hampton Creek. Früher auch Beyond Eggs genannt. Es versucht Eier durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. In Rührei, Gebäck und anderen Produkten. „Wir wollen Eier überflüssig machen.“, erzählte der Chef des Unternehmens, Joshua Tetrick, dem Wall Street Journal. „Die meisten Menschen wären entsetzt, wenn sie sähen, wo die Eier für ihre Lieblingsspeisen herkommen… und über die Behandlung der Hühner in diesen intensiven Tierhaltungssystemen.“ Könnten vielleicht Eier aus Freilandhaltung eine Option sein? „Wenn wir 2050 9,2 Milliarden Menschen ernähren wollen, ist die Umstellung auf Freilandhaltung nicht die Antwort auf das Problem.“

„Schäden am Unternehmen Unilever“

Unilever vertreibt unter den Marken Hellmann’s und Best Foods herkömmliche Mayonnaise. Das pflanzliche Produkt von Hampton Creek, genauer, dessen Name, Verpackung und Werbung „schadet der gesamten [Mayonnaise-]Produktkategorie“, hat „bereits Verbraucher getäuscht und schwere irreparable Schäden am Unternehmen Unilever verursacht“, lautet die Anklage. Erreicht werden soll ein Verkaufsverbot und eine Begleichung der angeblich entstandenen Schäden. 60 Millionen Dollar stehen im Raum.

Verbrauchertäuschung ist auch ein Thema für Unilever. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch wirft dem Konzern und anderen Unternehmen genau das vor: Täuschung der Verbraucher. Doch natürlich macht es die Sache nicht besser. Verbrauchertäuschung ist und bleibt schlecht, egal wer sie begeht – falls sie denn begannen wurde.

Gemäß Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten FDA enthält Mayonnaise in den USA aber tatsächlich Ei. Somit sei die pflanzliche Alternative der Firma Hampton Creek keine Mayonnaise oder Mayo, begründet Unilever. Außerdem ist auf der Verpackung ein stilisiertes Ei gemalt (siehe Bild oben). Das Produkt würde weder wie „echte“ Mayonnaise schmecken, noch ihr sonst nahe kommen, behauptet Unilever.

Doch auch Hampton Creek sieht sich im Recht. Alles wäre vorher juristisch geprüft worden. Das Unternehmen argumentiert, dass sie ihr Produkt mit ‚Mayo‘ bewerben. Und tatsächlich: die oben erwähnte gesetzliche Regelung der FDA bezieht sich ausdrücklich auf den Begriff Mayonnaise, nicht Mayo. Auf diese Weise vermarkten auch andere Hersteller eifreie Mayos in den USA. „Unilever hat selbst schon versucht eifreie Mayo herzustellen, ohne viel Erfolg allerdings.“, erzählt der Firmenchef dem FoodNavigator.

EU-Gesetz und Vegan-Mayo

In Deutschland bzw. der Europäischen Union gibt es keine gesetzlichen Mindestanforderungen an Mayonnaise. Lediglich eine von der Industrie selbst aufgestellte Definition existiert. Sie heißt „Europäische Beurteilungsmerkmale für Mayonnaise – Code of Practice“. Demnach muss Mayonnaise mindestens 5% Eigelb enthalten. Doch es gibt andere Mayo-Arten.

Delikatess-Mayonnaise beispielsweise muss – laut Vorgaben der Industrie – deutlich mehr Eigelb oder hochwertiges Pflanzenöl enthalten. Und dann gibt es da die Salatmayonnaise. Sie kann auch völlig ohne Eigelb herstellt werden, wie es in einer Diplomarbeit der Universität Bonn heißt.

Vegane Chemie-Mayo voller Zusatzstoffe?

Die Streit-Mayonnaise, namens Just Mayo, besteht hauptsächlich aus Rapsöl, Wasser, Zitronensaft und Essig. Zudem sind 2% oder weniger der folgenden Zutaten enthalten: Bio-Zucker, Salz, pflanzliches Eiweiß aus Erbsen, Gewürze, modifizierte Speisestärke und Beta-Carotin. Außerdem gibt es eine Variante davon, in der zusätzlich Konservierungsmittel verarbeitet sind.

In der herkömmlichen, nicht-veganen Mayonnaise finden ebenfalls Zucker, Salz, Gewürze und Wasser Verwendung. Auch Milcherzeugnisse können enthalten sein. Gleiches gilt für Zusatzstoffe wie die Emulgatoren Sorbitanmonopalmitat (E495) oder Polysorbat 60 (E435) und Antioxidationsmittel wie Calciumdinatrium-EDTA, schreibt der Haus- und Ernährungswissenschaftler Christian Langer in seiner Diplomarbeit.

Unilever’s Marken-Universum

Im Lebensmittelbereich gehören Unilever Marken wie Becel, Ben & Jerry’s, Bertolli, BiFi, Du Darfst, Knorr, Langnese, Lätta, Lipton, Mazola, Mondamin, Pfanni, Rama, Sanella, Slim-Fast und Unox. In der Sparte Reinigungs- und Putzmittel sind es z.B. Coral, Domestos und OMO. Der Bereich Hygiene- und Kosmetikartikel umfasst die Marken Axe, Dove, duschdas, Impulse, Lux, Pond’s, Rexona und Signal. Insgesamt soll Unilever mehr als 400 Marken besitzen. Hampton Creek Foods sieht sich also nicht gerade einem kleinen Startup entgegengestellt.

Mächtige Geldgeber

Das US-amerikanische Unternehmen Hampton Creek ist noch jung. Erst Ende 2011 wurde es gegründet. Doch es hat mächtige Geldgeber. Da wären z.B. der Mitbegründer und ehemalige Chef von Yahoo (Jerry Yang), die Vizepäsidentin von Google (Jessica Powell) sowie der Mitbegründer von Microsoft und zugleich reichste Mensch der Welt, Bill Gates.

„Es geht um Landverbrauch, Wasser und das Wohl der Tiere.“, erklärte der Hampton Creek-Chef dem FoodNavigator USA. „Sie können keine Mayo in industriellem Maßstab produzieren, ohne an diesem Prozess teilzuhaben.“ Er wolle gegen die Klage vorgehen, wie das Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet. Dem Unternehmen zufolge würden sie 10 der weltweit größten Lebensmittelkonzerne auf ihrer Seite haben. Eine der Nahrungsmittelindustrie gegenüber kritisch eingestellte Anwältin greift den Mayo-Streit in ihrem Blog auf. Sie schreibt, dass die gesetzliche Regelung der FDA aus dem Jahre 1957 stamme. „Es ist nicht Hampton Creeks’s Schuld, wenn ihre Innovation die [alten] Vorschriften aussticht.“

Danke, Unilever!

Zuletzt möchte ich, der Autor dieses Posts, mich noch herzlich bei Ihnen bedanken, Unilever. Mit Ihrer sicherlich wohl überlegten Klage haben Sie für einiges an Berichterstattung in der weltweiten Medienlandschaft gesorgt. Hampton Creek konnte seine Verkaufszahlen in den letzten Tagen verdreifachen. Eine bessere, kostenlose Werbung dürfte sich ein Hersteller veganer Mayonnaise kaum vorstellen. Danke!

 

Update: Unilever vs. Vegan-Mayo die Zweite: Beweise vernichtet wegen eigener Gesetzeswidrigkeiten? Von der finanziellen Lage beider, Verbraucherstimmen, dem Versagen einer PR-Abteilung und Medienreaktionen

 

 

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33 Responses to “Unilever verklagt vegane Konkurrenz”

  1. „schwere irreparable Schäden am Unternehmen Unilever“ – das finde ich sehr begrüßenswert 😉

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  2. Daumen runter für Unilever! ..arbeiten die nicht auch mit Monsanto zusammen? Man sollte eh deren komplette Produktpalette boykottieren!!
    Ich drücke der veganen Mayo die Daumen…selbstgemacht schmeckt aber am besten…und kommt ohne Zusatzstoffe aus 😉

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  3. Den letzten Abschnitt finde ich entscheidend, und so wäre es doch schön, wen sich Unilever dabei ins eigene Fleisch schneidet. lg Marlies

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  4. Ja, wenn so große Konzerne nervös werden, ist das ein sehr gutes Zeichen!

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  5. Ich versteh trotzdem nicht wie sich Hampton Creek dann an genmodifizierter Stärke bedienen kann. Bleibt für mich ein no-go!

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    • Die Produkte von Hampton Creeks sind zertifiziert gentechnikfrei (und zwei weitere Mayo-Sorten stehen in der Warteschlange). Der Grenzwert liegt bei 0,9% Verunreinigung – wie auch in Europa. Diese Grenze ist notwendig, da der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen inzwischen so hoch ist, dass Verunreinigungen (beim Transport, Lagerung, Verleih teurer, landwirtschaftlicher Maschinen, …) nicht ausgeschlossen werden können.

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    • Grundstoff für die Herstellung von modifizierter Stärke ist natürliche Stärke. Natürliche Stärke wird in Europa vorwiegend aus Mais, Weizen und Kartoffeln gewonnen. Die natürliche Stärke wird, je nachdem, welche Eigenschaften verändert werden sollen, verschiedenen chemischen Umwandlungsprozessen unterzogen.

      modifiziert heißt nicht immer gleich genetisch verändert…

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  6. Super post. Danke auch an Aylin von Eat Care Live, durch die ich auf deinen Artikel und deine Seite gekommen bin.

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  7. Haha, ich verkaufe demnächst Vegan-Mayo unter dem Namen Hempten Greek, wo trotzdem Ei drin ist. Da werde ich mich dank des besseren Geschmacks dumm und dusslich verdienen! 🙂

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  8. Das war mal ein kluger Schachzug von Unilever. Mal sehen, ob die nicht bald Hampton Creek aufkaufen… denn dass Unilever ist vem veganen grundsätzlich nicht unaufgeschlossen: In den letzten Wochen wurden z.B. einige Großverbraucherverpackungen von Mondamin und anderen Unilever Marken mit dem vegan-Zeichen gelabelt….

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    • Hast du dazu eine Quelle?

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      • Dafür brauche ich keine Quelle, das sehe ich beim einkaufen. Bin in der Gastro tätig, da laufen wir mindestens zweimal die Woche im Großmarkt ein und da ist es uns aufgefallen, dass auf vielen Unilever Produkten von heut auf morgen das vegan-Label drauf war, wo es vorher nicht drauf war….

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    • Ich glaube, du liegst falsch mit deiner Vermutung, Hannah.

      1. denke ich nicht, dass Hampton Creek sich so einfach aufkaufen lässt. Und dann noch ausgerechnet von Unilever? Ne.
      2. Wenn sie das machen sollten, wäre das sicher finanziell nicht gut für Hampton Creek bzw. wer auch immer dann der Besitzer wäre. Denn die meisten Veganer würden die Produkte meiden, denke ich. Und auch sonst, begegnen mir immer mehr Leute, die Unilever generell meiden.
      3. Nur weil Unilever bei einigen Großpackungen angeblich mehr Vegan-Labels anbringt (Welches denn überhaupt?), heißt das nicht, dass die dem Veganen aufgeschlossen oder so sind. Ich denke wahrscheinlicher ist, dass Unilever auf der Welle des Veganerfolgs mitschwimmen möchte. Vielleicht merken sie langsam, dass ihnen die Kunden ausbleiben und hoffen, mit Vegetariern und Veganern Geld zu verdienen. Dass sich Unilever auf (eure) Gastro-Großverpackungen konzentriert, deutet ja darauf hin. Denn Großabnehmer kaufen Großverbraucherverpackungen und bringen so mehr Geld.

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      • Zu deiner Frage, ob so viele Unilever Produkte nötig sind, davon war gar nicht die rede. Aber beim Einkaufen für die Gastro vergleicht man nunmal ständig Produkte und will eigentlich gerade NICHT Unilever kaufen, deswegen schauen wir zumindest immer überall drauf und da sieht man das dann halt. Und manchmal bleibt leider bei Großverpackungen nichts als Unilever übrig, beispielsweise ist die Mondamin-Speisestärke die einzig vegane Stärke, die wir in Großverpackung erhalten können, in allen anderen können Spuren von Ei enthalten sein…
        Achso… hier mal ein paar „Quellen“ zum Stöbern. http://www.unileverfoodsolutions.de/produkte-marken/marken/mondamin/show/pn1230facd-pn7de9f937-0-1604.MONDAMIN_Feine_Speisestaerke.html

        Und dazu, dass Unilever dem Veganen nicht aufgeschlossen sein soll….: http://www.unileverfoodsolutions.de/unsere-services/kostformen-lebensmittelkennzeichnung/vegan

        und dann noch ein ganz interessanter Artikel
        http://www.forbes.com/sites/ryanmac/2014/02/17/egg-replacing-startup-hampton-creek-foods-raises-23-million-from-asias-richest-man-and-yahoo-cofounder-jerry-yang/

        Und zum Thema, dass Hampton Creek sich nicht kaufen lässt… da sind richtig reiche Geldgeber mit drin, ich glaube die lassen sich durch noch mehr Geld auf jeden Fall kaufen… so ist das leider mit der Menschheit…
        Zudem glaube ich nicht, dass es bei Hampton Creek primär um das Vegane geht, sondern darum, dass das Vegane nunmal die Zukunft ist, da man so später die Menschheit ernähren kann und…. genau. Geld damit machen kann. Und das weiß Unilever mit Sicherheit auch.
        Ein 50 Milliarden (!!!!!!!!) (Quelle http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klage-wegen-lebensmittelbezeichnung-wann-ist-mayo-mayo-1.2215308) Unternehmen wird kaum schnell unüberlegt so ein vergleichsweise „kleines“ Unternehmen wie Hampton Creek verklagen, denen wird ganz klar gewesen sein, dass das beste Werbung für deren Produkte ist…
        So scheisse, wie Unilever sein mag, dumme Leute arbeiten da nicht, das vergisst man über den Hass auf so große Riesen ja immer gerne…

        Auch egal, man weiß es nicht, ich schau jetzt erstmal im Supermarkt auf die Kleinverpackungen, ob da auch schon gelabelt ist…

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        • Bist du Veganerin und arbeitest in einem veganen Gastrobetrieb oder wieso achtet ihr auf vegane Stärke?

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        • Zur Speisestärke von Unilever: Wo gibt es denn nicht-vegane Stärke? Hab ich noch nicht gesehen.
          Das „Kann Spuren von …. enthalten“ ist ein Hinweis für Allergiker. Ein Produkt kann auch das Vegan-Label bekommen, obwohl dort steht „Kann Spuren von Ei enthalten“ (so ist es auch bei Unilever). Das bedeutet nur, dass das Produkt mit den selben Maschinen produziert wurde, wie welche, die wirklich Ei enthalten. Oder aber, dass ein Förderband für ein Eiprodukt über einem anderen läuft, was kein Ei enthalten soll. Da aber immer Kleinstmengen, also Spuren, nach unten fallen können, ist der Hinweis für Allergiker wichtig.

          Deine ersten beiden Links stützen meinen vorherigen Kommentar. Denn 1. verwendet Unilever laut deinem Link nicht das offizielle, unabhängige Vegan-Label. Nein, Unilever hat sich ein eigenes ausgedacht.
          Und 2. zeugen die als „vegan“ gekennzeichneten Produkte so gar nicht von einer wirklichen Aufgeschlossenheit Unilevers für das Vegane. Vielmehr deutet es darauf hin, was ich vermutete, dass sie es aus reiner Profitgier machen. Ihre angeblich veganen Produkte, sind Produkte, die ohnehin oft, oder sogar immer, vegan sind. Darunter auch so wahnsinnig innovative Produkte wie Tee. Auch finde ich „KNORR Würzmix für Geflügel (provençale)“, „KNORR Sauce zu Schweinebraten“, „Knorr Würzmix für Fleisch“, „KNORR Würzmix für Fisch“ usw. als Veganer nicht gerade einladend. Dazu noch die nett drapierten Fleischteller.

          Den von dir als „ganz interessanten Artikel“ bezeichneten Artikel hatte ich in meinem Blogpost bereits verlinkt. Auch das mit den Geldgebern steht da. Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen?

          Der Link der Süddeutschen Zeitung ist tatsächlich interessant (auch wenn ich meinen Beitrag natürlich informativer finde 😉 ) Gut, dass wenigstens eine deutschsprachige Zeitung das Thema mittlerweile aufgegriffen hat. (Mein Beitrag ist jedoch einige Stunden vorher erschienen. Ja, da bin ich jetzt schon ein bisschen stolz drauf. 😉 )

          Zu den 50 Milliarden: Ich glaube nicht, dass man vom Wert eines Unternehmens auf die Intelligenz der Mitarbeiter schließen kann. Wie in wohl jedem Unternehmen gibt es bei Unilever bestimmt kluge und dümmere Mitarbeiter. Wenn man sich die Berichterstattung und die Reaktionen der Verbraucher ansieht, scheint die Klage aber alles andere als klug gewesen zu sein.

          „denen wird ganz klar gewesen sein, dass das beste Werbung für deren Produkte ist“
          Meinst du damit, Unilever wollte das eigne Image aufbessern oder Werbung für Hampton Creek machen?

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        • PS: ja, ich lebe vegan, zu deiner Frage 🙂

          Achso, und dann kann man sich nochmal bisschen über die CEOs von Hampton Creek informieren (ich verweise jetzt einfach mal auf Wikipedia, da hab ich die meisten Infos über beide gefunden)
          http://en.wikipedia.org/wiki/Joshua_Tetrick
          http://en.wikipedia.org/wiki/Josh_Balk
          Wo sind die Jungs zur Uni gegangen? Da haben die bestimmt einige Kontakte geknüpft… Ich glaube nicht, dass es denen um das gute vegane geht, sondern eher, dass es auch hier wieder nur um Profit geht.

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        • Was genau erscheint dir an deren Uni „verdächtig“?

          Joshua Tetrick ist selbst Veganer. Josh Balk arbeitet für eine Organisation, die sich u.a. für Tierrechte und den Veganismus einsetzt (siehe Wikipedia). Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass er Vegetarier oder auch Veganer ist. Natürlich wollen die beiden mit ihrer Idee auch Geld verdienen. Aber ist das alleine schon verwerflich? Ich denke nicht. Um reine Profitgier handelt es sich bei den beiden sicherlich nicht.

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        • Seit wann bist du Veganerin und wie kam es dazu?

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  9. Wo ich arbeite, ist doch völlig egal. Soviel dazu: Es gibt auch nicht-vegane Betriebe, die vegane Speisen anbieten und deswegen rein vegane Stärke suchen. Und bei Mondamin steht nichts von „kann Spuren von….“ drauf… (die kleinen Packungen sind übrigens noch nicht gelabelt).
    Zu deinem Einwand, dass auch „kann Spuren von…“ gelabelt werden darf, würde mich eine Quelle sehr interessieren, das ist mir total neu.

    Zu den Produkten sage ich nur, du hättest ein Problem damit, einen Würzmix für Geflügel zu verwenden, nur weil er so heißt und vielleicht Fleisch drauf abgebildet ist? Aber sogenannte vegane „Rinderschnitzel“ sind ok, obwohl sie so heißen? Und wenn man vielleicht ohne Tofu den Felischgeschmack imitieren will, glaube ich, dass solche Gewürzmixe für Veganer doch hilfreich sein können… aber da ist ja jeder anders.
    Und dann dazu, dass viele der als vegan ausgeschriebenen Produkte meist eh vegan sind, das stimmt, jedoch ist es doch für veganer auf jeden Fall einfach, wenn die Lebensmittel gelabelt sind, oder nicht? Und das ist bei vielen normalerweise veganen Lebensmitteln nunmal nicht so und dann guckt man halt doch hinten drauf, da ist ein Label doch wesentlich einfacher, nicht? (zugegeben, bei Tee eher unnötig) Aaaaaber da sind sie anderen großen Unternehmen doch einen Schritt voraus.

    Deinen Artikel habe ich durchaus gelesen, doch (asche über mein Haupt) bin ich nicht JEDEM einzelnem Hyperlink gefolgt….

    Ich glaube, dass Unilever damit Werbung für Hampton Creek machen wollte. Vielleicht auch einfach für vegane Majo.
    Denn glaub mir, so schwer wird es für ein 50 Milliarden Unternehmen nicht sein, auch schnell eine eigene vegane Majo herzustellen oder halt Hampton Creek aufzukaufen…
    Kann man alles noch ewig weiterdiskutieren, wir wissen es nicht.
    Wir werden sehen 🙂

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    • Stimmt, auf der Mondamin-Verpackung steht nicht „Kann Spuren von … enthalten“. Aber auf vielen anderen von Unilever als vegan gelabelten Produkten (siehe deinen Link).

      „Zu den Produkten sage ich nur, du hättest ein Problem damit, einen Würzmix für Geflügel zu verwenden, nur weil er so heißt und vielleicht Fleisch drauf abgebildet ist? Aber sogenannte vegane “Rinderschnitzel” sind ok, obwohl sie so heißen?“

      Ich mag beides nicht. Aber das muss jeder selber wissen.

      „jedoch ist es doch für veganer auf jeden Fall einfach, wenn die Lebensmittel gelabelt sind, oder nicht?“

      Stimme dir zu. Nur bin ich mir halt nicht sicher, ob man sich da bei dem selbst ausgedachten Label von Unilever auch drauf verlassen kann. Wieso lassen die sich nicht einfach von unabhängiger Seite zertifizieren?

      „so schwer wird es für ein 50 Milliarden Unternehmen nicht sein, auch schnell eine eigene vegane Majo herzustellen“

      Unilever hat ja mal versucht eine eifreie Mayo zu etablieren. Ohne Erfolg.

      Dass Unilever anderen Unternehmen in Sachen vegan voraus sein soll, kann ich nicht erkennen. Nur, weil sie einige Produkte mit einem eigenen Vegan-Label versehen haben? Von denen die meisten Produkte sind, die ohnehin oft oder immer vegan sind?

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