Manipulation Plusminus vegan? – Eine Analyse

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In der ARD lief gestern ein fragwürdiger Beitrag zur veganen Ernährung. Er wurde in der Sendung Plusminus ausgestrahlt. Auf der Internetseite des Senders gibt es eine Textfassung dazu. Dort steht:

Krehl [Verbraucherzentrale Bayern] entdeckt zahlreiche Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Aromastoffe, Verdickungsmittel und Konservierungsstoffe. Die künstlichen Zusätze sollen die Ware geschmacklich und optisch attraktiv machen … Meist handelt es sich bei diesen Zusatzstoffen um pure Chemie, manchmal sogar mit Gentechnik hergestellt, was nicht deklariert werden muss.

Das trifft jedoch auf so gut wie alle Fertigprodukte zu, vegan oder nicht. Im Prinzip stellt das auch die Verbraucherschützerin fest. Plusminus allerdings verallgemeinert, indem sie schreiben, dass „die Ware im veganen Supermarkt genauso viele Zusatzstoffe hat wie im klassischen Supermarkt.“

Döner z. B. enthalten Zusatzstoffe. Zum Teil mit Mengen an Geschmacksverstärkern, die deutlich über dem gesetzlichen Höchstwert liegen. Auch über Zusätze von Gensoja gibt es Berichte, wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz schreibtLaut Niedersächsichem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit enthält Formfleisch ebenfalls Zusatstoffe. Fleisch- und Wurstwaren können mit einer Reihe von Zusatzstoffen versehen sein (hier und hier).

Zwar weist Plusminus darauf hin, dass nicht alle Veganer Fertigprodukte essen. Jedoch beschränkt sich dieser Hinweis auf die Worte „einige“. Außerdem könnte man durch die Formulierung „die neuen veganen Fertigprodukte“ auf die Idee kommen, das würde nur für einen bestimmten Teil veganer Fertigprodukte gelten. Immerhin räumt Plusminus ein: „Sie kochen selber und stets frisch“. Leider bezieht sich das nur auf die Satzteile zuvor, „einige Veganer“. Tatsächlich sind Fertigprodukte aber die Ausnahme in der veganen Ernährung. Hauptsächlich essen Veganer Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide und viele andere unverarbeitete Lebensmittel.

„Das Geschäft [veganer Supermarkt] verstößt damit gegen das Gesetz, so Krehl [Verbraucherzentrale Bayern]“. Dieser einige Zeilen vorher erwähnte Satz in Kombination mit „Nach den Plusminus-Recherchen ermitteln nun die Münchner Aufsichtsbehörden“ erzeugt beim Leser eine Stimmung. Das Wort „ermittelt“ wird üblicherweise im Zusammenhang mit Polizei oder Staatsanwaltschaft gebraucht. Zusammen mit dem Begriff „Gesetz“ wird hier suggeriert, beide Institutionen würden sich bereits mit dem Problem auseinander setzen. Das ist nach meinem Wissen aber nicht der Fall. Zwar behauptet Plusminus das auch nicht explizit. Dennoch wird dieser Eindruck erweckt.
Zur Veranschaulichung:

Nach den Plusminus-Recherchen ermitteln nun die Münchner Aufsichtsbehörden und versichern: In Kürze werden „alle Produkte eine deutsche Kennzeichnung aufweisen“. Und: „Die Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats werden dies überwachen.

(Zitat Plusminus)

Und nun stellen Sie sich vor, der Abschnitt würde wie folgt lauten: Nach den Plusminus-Recherchen sind nun auch die Münchner Aufsichtsbehörden aufmerksam geworden und versichern: In Kürze werden „alle Produkte eine deutsche Kennzeichnung aufweisen“. Und: „Die Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats werden dies überwachen.

Klingt doch gleich neutraler, oder nicht?

Mangelernährung?

Doch veganer Küche fehlt es häufig an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Für sämtliche Ernährungsexperten ist das Risiko der Mangelernährung zu groß.

(Zitat Plusminus)

Das ist schlichtweg falsch.

Nachtrag (9.5.2914): Inzwischen wurde der Wortlaut auf der Internetseite von Plusminus geändert. Es heißt nun: „Für Ernährungsexperten ist das Risiko der Mangelernährung groß.“ Zum Glück habe ich die vorherige Version gespeichert. Hier das Archiv. Falls sich die neue Fassung auch wieder ändert, hier ein Screenshot der neuen.

Die größte Ernährungsgesellschaft der Welt, mit Sitz in den USA, schreibt:

Die American Dietetic Association vertritt die Position, dass eine gut geplante vegetarische Ernährung, inklusive der veganen Ernährungsweise, gesund ist und eine angemessene Nährstoffversorgung bietet. Außerdem kann sie gesundheitliche Vorteile bezüglich der Vorbeugung und Behandlung verschiedener Erkankungen bieten. Gut geplante vegetarische Ernährungsweisen sind geeignet für Personen jeden Alters, inklusive Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit, Jugend, und für Sportler.

Genauso sieht das der National Health and Medical Research Council der australischen Regierung.

Zurück zum Plusminus-Beitrag:

Veganer wie Familie Rottmann aus Bayern wollen mit Vitamin B12-Präparaten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln Mangelerscheinungen verhindern. Laut neuester Forschung oft ein Trugschluss.

(Zitat Plusminus)

Alte, wie neue Studien zeigen, dass die Einnahme von B12 sogar dazu geeignet ist, Mängel zu beheben. Verhindern lassen sich sie sich damit ebenfalls.

Die Plusminus-Experten

Stephan Bischoff, Leiter des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, und Yurdagül Zopf, Ernährungsmedizinerin von der Uniklinik Erlangen. Beide sind auf ihren Gebieten schätzungsweise ausgewiesene Experten. Die Themen vegetarische/vegane Ernährung gehören aber nicht zu ihren Forschungsfeldern, wie ein Blick auf die Internetseiten der Universitäten zeigt.

Immer häufiger kommen zu ihr [Ernährungsmedizinerin) Patienten, die krank sind, weil sie sich vegan ernähren: … Wir haben Patienten mit einer Eisenstoffwechselstörung, das kann natürlich zu einer Immunschwäche führen, zur Reduktion von roten Blutkörperchen, all das führt zu einem Sauerstoffmangel.“ Der Körper wird laut der Ärztin in vielfacher Hinsicht geschwächt.

(Zitat Plusminus)

Auch dieser Absatz beeinflusst den Leser in eine bestimme Richtung. Die Ärztin spricht von Patienten mit einer Stoffwechselstörung. Das ist aber nicht ernährungsspezifisch, sondern kann alle Menschen betreffen, ob Mischköstler oder Veganer.

Bezüglich des Vitamin B12 weist der Plusminus-Beitrag auf Altebekanntes hin. Veganern ist sehr bewusst, dass sie auf ihre B12-Versorgung achten müssen. Sie kann sehr gut mit Nahrungsergänzungsmitteln sichergestellt werden. Wenn man dies macht, überwiegen insgesamt die Vorteile einer veganen Ernährung. Die Einnahme von Nahrungszusätzen ist im Übrigen nichts Ungewöhnliches, auch für Mischköstler nicht. So findet sich z. B. Jod im Salz und Vitaminzusätze in vielen Säften. Selbst dem Futter der Nutztiere sind Nährstoffe zugesetzt, darunter Vitamin B12. Mischköstler nehmen also B12 über einen Umweg auf, indem sie das Fleisch der Tiere essen, deren Futter B12 zugesetzt wurde.

Der Pressekodex

Im Pressekodex heißt es in Ziffer 2:

Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.

(Zitat Pressekodex)

Wurde der Wahrheitsgehalt geprüft? Wir erinnern uns an die Sätze: „Doch veganer Küche fehlt es häufig an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Für sämtliche Ernährungsexperten ist das Risiko der Mangelernährung zu groß.“ Eine kurze Recherche hätte ergeben, dass diese Behauptung falsch ist (z. B. hier und hier).

Weiter in Ziffer 14:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen … beim Leser erwecken könnte.

(Zitat Pressekodex)

Fazit

Ich möchte meine kleine Analyse mit einer Schlussfolgerung beenden: Unter dem Strich halte ich die Berichterstattung hier für wenigstens sehr fragwürdig, wenn nicht gar manipulierend, und unausgewogen. Ich bin mir nicht sicher, ob das presserechtlich okay ist, da kenne ich mich nicht genügend aus. Dem Moralkodex der Presse dürfte der Plusminus-Beitrag aber allemal widersprechen. Das finde ich sehr bedauerlich, da die ARD es besser kann. Plusminus war für mich bisher immer eine der eher besseren Sendungen im deutschen Fernsehen. Diese Einstellung sollte ich vielleicht überdenken.

 

Nachtrag (3.5.2014): Eine Nachfrage hat übrigens ergeben, dass die Ernährungsmedizinerin Yurdagül Zopf falsch dargestellt wurde in dem Plusminus-Bericht. Sie soll gesagt haben, dass man sich selbstverständlich auch vegan gesund ernähren kann.

 

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39 Kommentare to “Manipulation Plusminus vegan? – Eine Analyse”

  1. Korrekt. Auffällig war, dass bewusst darauf verzichtet wurde Mediziner zu Wort kommen zu lassen, die eine positive oder zumindest objektivere Einstellung gegenüber pflanzlicher Ernährung haben. Aber insofern nachvollziehbar, da es nicht dem zu weckenden Eindruck „aller Mediziner“ entsprochen hätte.

    Eine kurze Recherche nach besagten Herrn Bischoff brachte zu Tage, dass er die Meinung vertritt, dass der Mensch Kalzium am besten durch ausreichend (Kuh-)Milchkonsum gewährleisten kann und nur durch Kuhmilch eine ausreichende Versorgung durch Kalzium zu gewährleisten sei. Diese offensiv durch Herrn Bischoff vertretene Position sollte doch mittlerweile (vergl. Harvard).

    Hinzu kommt: „In den Lebensmitteln Eier und Milch ist eine Substanz namens Cholin enthalten. Zusätzlich zu dieser kommt in Rind, Schwein und Lamm Carnitin vor. Beide Moleküle werden von Darmbakterien zu der gleichen Substanz verstoffwechselt und anschließend in der Leber oxidiert. Die so entstandene Verbindung heißt Trimethyl­amin-N-oxid (TMAO). TMAO fördert die Cholesterolaufnahme in Makrophagen. Diese verwandeln sich dann in Schaumzellen und beteiligen sich schließlich an der Entstehung der Arteriosklerose.“ (Vinjé, S., et al.: The gut microbiome als novel cardio-metabolic target. Eur Heart J (2013). doi: 10.1093/eurhertj/eht467.)

    Und:

    „So stieg zum Beispiel unter einer tierbasierten Kost die Zahl des Bakteriums Bilophila wadsworthia an, das Gallensäuren verstoffwechselt. Eine Häufung dieses Bakterientyps wird mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Verbindung gebracht. Der Wechsel zu einer pflanzlichen Kost hingegen ließ die Zahl von Bakterien nach oben schnellen, die die Fettsäure Butyrat produzieren. Diese wirkt antiinflammatorisch.“ (Peter Turnbaugh, Center for Systems Biology, Harvard) http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature12820.html

    Alles in allem: Ich habe nichts gegen eine seriöse, fundierte Berichterstattung. Schon aus eigenem, gesundheitlichen Interesse. Die Plusminus-Sendung war allerdings so dermaßen tendenziös, dass es schon ein Unwohlsein erzeugte, da ziemlich offensichtlich ein vorgegebenes Bild erzeugt werden sollte. Insbesondere eben die oben genannten Aspekte, dass man sich daran festklammerte, dass „vegane, industrielle Fertigprodukte“ Zusatzstoffe enthalten. Welche Überraschung! Besonders hervorzuheben ist, der Hinweis auf „Guar and Carob Bean Gum“, wo der Eindruck erweckt wurde, es sei was „ganz böses“, was man nur nicht aufgrund der Sprache erkennen könne. das es sich dabei allerdings lediglich um völlig natürliche Verdickungsmittel, nämlich um Guaran und Johannisbrotkernmehl handelt, wurde „irgendwie vergessen“ zu erwähnen.

    Ich stelle mir tatsächlich die Frage, ob es Menschen wie Herrn Bischoff und Frau Zopf nicht eigentlich unangenehm sein müsste, da eine derartige „Stimmungsmache“ kein gutes Licht auf ihre wissenschaftliche Reputation wirft? Ein guter und fähiger Wissenschaftler sollte doch objektiv alle Seiten betrachten. So lässt sich nur der Rückschluss ziehen, dass beide eher weniger kompetent zu sein scheinen.

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  2. Hab nur zufällig die letzten 5 Minuten der Sendung gesehen… und gleich gemerkt, wie die Stimmungsmache läuft… :-((( kann man sich beim Sender beschweren? Das ist doch absolut nicht objektiv… jaja, ich weiss, ich bin Utopistin, aber eben doch noch lieber als Pessimistin… Ich gebe nicht auf!

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    • Optimismus ist doch was Gutes.

      Klar kann man sich beschweren beim Sender. Und laut Pressekodex darf sich jeder Bürger auch beim Presserat beschweren (siehe Seite des Presserats). Ob das Sinn macht, weiß ich nicht. Ich denke aber, man kann den Sender zumindest auf die Fehler hinweisen – freundlich und sachlich.

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  3. „Das finde ich sehr bedauerlich, da die ARD es besser kann.“
    Der Beitrag wurde vom Bayerischen Rundfunk produziert.

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    • Das stimmt. Ist mir auch bewusst. Allerdings gehört der Bayerische Rundfunk (BR) zur ARD. Außerdem wurde die Sendung im Ersten ausgestrahlt (vielleicht auch im BR, kann sein).

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      • Ja, ich hätte vielleicht schreiben sollen „nur vom BR produziert“ also keine Gemeinschaftsarbeit, Die Bayern sind ja im Allgemeinen nicht so sehr dafür bekannt, Fleischverzicht gut zu finden (und sind vllt. etwas angefressen, dass bei ihnen in der Hauptstadt ein Veganz eröffnet hat 😀 ) und einige Kritik hat der BR früher schon bekommen (http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerischer_Rundfunk#Kritik). Die ARD hat das vllt. nur ausstrahlen lassen, damit der BR nicht sagen kann, dass diese auch die Zuschauer bevormunden würden.

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  4. Joar, wahrscheinlich weil die Sendung Beiträge aller Sender der ARD-Gruppe enthält.

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  5. Kommentiere übrigens auch fleißig auf einer anderen Seite zum Thema Veganismus und dem Plusminus-Beitrag. Leider kommen da meist nur übliche Vorurteile und wissenschaftlich nicht gedeckte Behauptungen. Wär Interesse hat, hier.

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  6. „Tatsächlich sind Fertigprodukte aber die Ausnahme in der veganen Ernährung. Hauptsächlich essen Veganer Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide und viele andere unverarbeitete Lebensmittel.“

    Gibt es dazu Untersuchungen? Ich kann mir bei Neuveganern die durch den aktuellen Trend das entdecken, durchaus vorstellen, dass zu vielen Ergänzungsfertigprodukten gegriffen wird, weil diese das ganze erstmal einfacher machen (und dadurch gleichzeitig aber das vegan == teuer Image pflegen).

    Vegan in der von dir beschriebenen Form ist eine zeitraubende Sache und meiner Meinung nach nur für Menschen geeignet, die gerne und viel selber kochen wollen und sich auch umfassend informieren.

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    • Aus deinem Kommentar schließe ich, dass du (noch ?) kein Veganer bist. Das macht nichts, ich will versuchen, es dir zu erklären.

      Laut den Herstellern veganer und vegetarischer Fertigprodukte, wie z. B. Fleischersatz werden die Produkte vor allem von Flexitariern (ernähren sich überwiegend vegetarisch, essen selten aber auch Fleisch) konsumiert.

      Ich kann mir bei Neuveganern die durch den aktuellen Trend das entdecken, durchaus vorstellen, dass zu vielen Ergänzungsfertigprodukten gegriffen wird, weil diese das ganze erstmal einfacher machen …

      Ich kenne keine Untersuchung dazu, bin mir aber ziemlich sicher, dass die meisten der aktuell neuen Veganer durch Atilla Hildmann darauf gekommen sind. Der spricht sich in seinen veganen Kochbücher klar gegen Fertigprodukte aus. Deshalb glaube ich, dass du mit deiner Vermutung falsch liegst.

      Vegan in der von dir beschriebenen Form ist eine zeitraubende Sache und meiner Meinung nach nur für Menschen geeignet, die gerne und viel selber kochen wollen und sich auch umfassend informieren.

      Alles eine Frage der Übung und Zeit. Zeitraubend ist das vielleicht zu Beginn. Später kostet es nicht mehr Zeit als vorher. Vielleicht sogar weniger. Denn einige vegane Gerichte gehen schneller als ihre vergleichbaren Gegenstücke. Fleisch braucht einfach länger, um gar zu werden.
      Wenn man nicht kochen möchte, kann man natürlich auch auf Teil-Fertiggerichte zurück greifen, oder Fertiggerichte. Wenn einem das besser gefällt, warum nicht.
      Großartig informieren muss man sich auch nicht. Das Wichtigste bekommt man schon mit der Zeit von anderen Veganern mit. Außerdem kommt das Interesse irgendwann von ganz alleine (so jedenfalls meine Erfahrungen). Es kann sehr viel Spaß machen, Neues zu entdecken und zu lernen.
      Dennoch ist es natürlich zu Beginn erstmal eine Umstellung – so wie bei allem, was Neu ist.

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    • Vegan in der von dir beschriebenen Form …

      Was habe ich denn beschrieben?

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      • Dass Veganer hauptsächlich unverarbeitete Lebensmittel konsumieren.

        Und ja, bin „nur“ Vegetarier. Hab mal das 30 Tage Vegan for Fit von Hildmann gemacht und für mich war das zuviel Aufwand was das Besorgen der Zutaten und das Kochen betrifft. Bin wohl einfach nicht der Kochtyp.

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        • Ich meinte stark verarbeitete Lebensmittel, wie Fleischersatzprodukte. Wenn es dir einfacher erscheint, kannst du natürlich auch Fertigprodukte nutzen. Auch kein Problem.

          Ich habe kein Problem damit, dass du Vegetarier bist.

          Die Challenge nach Atilla Hildmann kannst du aber nicht mit der Ernährung herkömmlicher Veganer vergleichen. In seinem Programm sind z. B. viele der bekannten Kohlenhydrate tabu, auch der gewohnte Zucker. Außerdem soll, glaube ich, nach 19 Uhr nichts mehr gegessen werden. Es werden spezielle Zutaten verwendet, die für die meisten Menschen zunächst völlig neu sind (und nicht ganz so einfach zu bekommen sind, wenn es nicht gewohnt ist, damit zu arbeiten).

          Das alles sind aber Punkte, die man machen kann. Herkömmliche Veganer werden das aber in der Regel nicht tun. Auch die Challenger von Hildmann behalten diese „Regeln“ nach der Challenge nicht mehr unbedingt ein (wenn sie Veganer bleiben).

          Wie ernährst du dich denn als Vegetarier? Kochst du da nicht auch?

          Man kann auch ganz einfach vegan kochen.

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  7. Komisch… als das ZDF vor einiger Zeit einen mindestens ebenso tendenziösen Beitrag über Jäger gebracht hat, hat sich darüber kein Veganer beklagt.
    Ein Schelm, wer dabei Schlechtes denkt. 😉

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    • Ich kenne die Sendung über Jäger nicht. Aber es ist doch klar: Wer sich eher mit Jägern identifizieren kann, beklagt sich vielleicht eher über einen tendenziösen Bericht über Jäger. Wer Veganer ist, dem stößt vielleicht ein tendenziöser Bericht über vegane Ernährung eher auf.

      Nichts Ungewöhnliches, nur menschlich.

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  8. Ich mag allgemein keinen tendenziösen Journalismus, egal um welches Thema es geht. Das ist aber selbstverständlich nur eine persönliche Vorliebe meinerseits, und jeder muss wissen, wie er selbst damit umgeht.

    Ich finde es nur recht bezeichnend, dass zum Beispiel im Januar der ehemals so hochgepriesene Attila Hildmann auf Facebook von vielen seiner veganen Fans wegen seines Porsches mit Lederausstattung und seiner damit verbundenen Kommentare förmlich zerrissen wurde. Holla, die Waldfee! Da waren die veganen Shitstorms gegen Wiesenhof und Tönnies echte Kaffeekränzchen dagegen.
    Anfang April jedoch wurde er (oftmals von den gleichen Leuten) wieder in den siebten Himmel gelobt und dem ZDF Mord und Totschlag angedroht, weil eine Kochduellsendung mit Hildmann zugunsten eines Berichtes über den Absturz von MH370 verschoben wurde.
    Wer hätte das wohl vermutet? 😉

    Ich wünsche noch allseits eine schöne Woche, egal welches Essen man bevorzugt.
    der Grünspecht

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    • Ich mag auch keinen tendenziösen Journalismus, egal von welcher Seite.

      Ich denke nicht, dass Shitstorms in sozialen Netzwerken repräsentativ sind. Die Masse schweigt vermutlich lieber, weil sie es anders sieht oder als nicht so wichtig betrachtet.

      Ich wünsche noch allseits eine schöne Woche, egal welches Essen man bevorzugt.

      Sehe ich auch so. Danke, eine schöne Woche,
      Noyan

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    • Ich glaube nicht, dass es die gleichen Leute waren. Hildmann wurde schon immer in der veganen Szene kritisch gesehen, vor allem von denen, die es für die Tiere und eine bessere Welt tun. Er ist ja eher ein Gesundheitsveganer, der es mehr für sich tut (ein Vegoist sozusagen 🙂 ). Wenn der mal schlimm krank werden würde, dann könnte das mit dem Veganismus bei ihm auch wieder ganz schnell vorbei sein. Andererseits ist es unbestritten positiv, dass sich durch ihn mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen. Und den Tieren ist es letztendlich egal warum sie nicht gegessen werden.

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  9. Hier einige, vielleicht interessante, Auszüge meiner Kommentare auf besagter anderer Seite:

    Die Vorteile [der veganen Ernährung] umfassen übrigens nicht nur gesundheitliche, sondern betreffen auch die Umwelt. (Abgesehen von der Frage, ob es generell richtig oder falsch ist, Tiere zu töten, um sie zu essen, wenn es Alternativen gibt.)

    Und Nebenbei bemerkt: Probleme mit der Kennzeichnung ist auch kein Problem veganer Produkte alleine. Das wurde auch schon bei Dönern festgestellt (die nicht-veganen Döner meine ich): ungenügende Angaben zu Zusatzstoffen, nicht gekennzeichnete Bestandteile von gentechnisch verändertem Soja und unzulässige Zutaten.

    Viele Veganer essen übrigens gar kein Soja und Seitan. Außerdem ist Soja unbedenklich (solange man keine Allergie dagegen hat), sogar als Kindernahrung. Und Seitan auch, solange man keine Glutenunverträglichkeit hat. Allergisch sein kann man übrigens gegen mehrere Lebensmittel, auch gegen Eier, Milch, …

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  10. @Alex
    Dann schau dir mal die Einträge bei Facebook an und vergleich die Namen der Kommentatoren. Das sind immer wieder die gleichen Leute. Erst himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt, anschließend kochend vor Zorn und schließlich bebend vor Entrüstung. Und immer wieder tauchen die gleichen Namen und Gesichter auf. Schon interessant, das. 🙂

    @arschVegan:
    „All Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“
    (Paracelsus, 1493 – 1541)
    😉

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    • @Grünspecht
      Wo genau soll das Problem bezüglich der Hildmann-Kommentatoren sein? Baut er Mist, wird er kritisiert, ansonsten steht man ihm neutral bis positiv gegenüber. Ist das nicht eine ziemlich ’normale‘ Haltung? Wäre es nicht viel problematischer, wenn man ihn aufgrund einer einzelnen Handlung generell abschriebe?

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  11. @Alex
    Ich habe kein Problem mit Hildmann. Auch seine Fans sind mir relativ egal. Es wirft nur meiner Ansicht nach ein ziemlich deutliches Licht auf die Damen und Herren, die:

    1. Hildmann zunächst als Helden des Veganismus feierten („Du bist ein großes Vorbild für uns alle!“, „Tausendfach Danke, lieber Atti!“)
    2. seine Bücher in den siebten Himmel gelobt haben. („Klasse Rezepte!“, „Du bist spitze, Attila!“)

    3. danach auf eine nachweisliche Satire (McHildi) eiskalt hereinfielen und ihr Idol dafür niedermachten. („Schämst du dich gar nicht?“, „Tiefer kann man nicht sinken!“)

    4. ihn anschließend auch noch wegen seiner lederbestuhlten Benzinschleuder verurteilten („Du hättest mit dem Geld so viel Gutes tun können!“, „Attila Geldmann“)

    5. sich hinterher über seine Tablettenwerbung und seine „Mein Porsche ist doch meine Sache“-Kommentare fürchterlich aufregten („Ich nenne mich ab heute nicht mehr ‚Veganer‘!“, „Hildmann kann sich mit seinen Büchern den Arxxx abwischen!“)

    6. infolgedessen lauthals verkündeten, Hildmann nicht mehr zu unterstützen, bzw. ihm auf Facebook nicht mehr zu „folgen“ („Gefällt mir nicht mehr!“, „Ich bin hier weg!“, „So ein XXXXXXX hat mich nicht verdient.“, „Blöder XXXXXX“)

    aber 7. nur wenige Wochen später wieder angekrochen kamen, um einen Shitstorm wegen des verschobenen Kochduells loszulassen. („Skandal!“, „Verschwörung!“, „Unser Attila…“)

    Bei all diesen unterschiedlichen Reaktionen auf Facebook tauchten die gleichen Namen immer wieder auf. Ich weiß nicht, ob ein derartiges Meinungstennis deiner Ansicht nach normal ist. Aber wenn ICH jemanden als „so ein XXXXXXX“ oder „blöden XXXXXX“ bezeichne, dann ist es mir ziemlich gleich, ob kurz darauf eine Kochsendung mit ihm verschoben wird, oder nicht. Und schon gar nicht bezeichne ich die Person kurz darauf als „unser XY“, wenn ich ihr vorher diverse Fäkalausdrücke um die Ohren geschlagen habe. Nur meine Meinung dazu.

    Schönes Wochenende. 🙂

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    • Grünspecht, verlink doch bitte die entsprechenden Zitate, damit jeder deine Behauptung nachvollziehen kann.

      Aber wenn ICH jemanden als “so ein XXXXXXX” oder “blöden XXXXXX” bezeichne, dann ist es mir ziemlich gleich, ob kurz darauf eine Kochsendung mit ihm verschoben wird, oder nicht.

      Ich glaube, es ging den meisten Leuten nicht darum, dass eine Sendung mit Attila Hildmann verschoben wurde, sondern um den mutmaßlich brisanten Inhalt, der nicht ausgestrahlt wurde.

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  12. Du kannst dir aber schon vorstellen, dass ich an Weihnachten noch was vorhabe, oder? 😉 Einzelne Facebookposts kann ich leider nicht verlinken. Zumindest wüsste ich nicht wie. (Bin selber nicht dabei.)
    Ansonsten auf https://de-de.facebook.com/AttilaHildmannOfficial gucken und die entsprechenden Threads ansehen.
    Die „Spottseite“ mit Attila Geldmann ist hier: https://www.facebook.com/AttilaGeldmann

    „Brisanter“ Inhalt bei einer KOCHsendung?
    Merkste selber, oder? 😉

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    • Du sollst doch nicht alle Kommentare verlinken, sondern nur einige Beispiele. Oben hast du doch zitiert. Woher kommen die Zitate denn?

      Wie man einzelne Kommentare verlinkt, weiß ich auch nicht. Aber du könntest zumindest die entsprechenden Post verlinken, unter denen die Kommentare stehen. Wenn du dann noch schreibst, von wem das Zitat kommt, lässt sich deine Behauptung nachvollziehen. So wie bisher leider nicht.

      Brisanter” Inhalt bei einer KOCHsendung?
      Merkste selber, oder?

      Das ist ja keine einfache Kochsendung, sondern ein Duell zwischen Fleischessern und Vegetariern (stand auch im Titel der Sendung so ähnlich). Was ist gesünder, soll bei dem Duell rauskommen. Das Ergebnis ist bestimmt brisant.

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      • Wenn ich den entsprechenden Post verlinken könnte, würde ich das tun. Das funktioniert aber nicht. Und ich werde auch 100%ig keine Namen nennen. Gewisse Leute sind- insbesondere bei Veganern und Tierrechtlern – nicht besonders tolerant, wenn man auf ihre verbalen Entgleisungen und ihre Inkonsequenz hinweist. Stattdessen zeichnen sie sich durch eine enorme Affinität zu Rechtsanwälten, Privatprozessen und virtuellen Hexenjagden aus. Da ich keine Lust habe, von denen auf irgendeine Weise juristisch, aber auch durch Shitstorms oder Ähnliches belangt zu werden, will und werde ich diesbezüglich keine Anhaltspunkte liefern. Dass manche Veggies Shitstorms als adäquates Mittel zur Erpressung erkannt haben, lässt sich übrigens auch bei Hildmann nachlesen.
        Ein entsprechender Screenshot ohne Namensnennung ist hier zu sehen: https://fbcdn-photos-f-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn2/t1.0-0/s600x600/1476429_660880613953940_1286281430_n.jpg
        Tatsache ist: Es haben schon mehrere dieser Herrschaften versucht, an meine Daten zu kommen. Und da ich dich als Betreiber des Blogs nicht kenne, weiß ich leider auch nicht, wie du zu solchen Dingen wie Datenschutz stehst. Darum bitte ich um dein Verständnis, wenn ich keine Namen nenne. Es ist aber nicht schwer, die entsprechenden Passagen zu finden. Aufmerksamen Lesern entgeht das sicher nicht.

        Eine Frage habe ich übrigens noch zum Kochduell:
        Denkst du wirklich, dass das ZDF mit dieser Sendung die „Was ist gesünder?“-Frage hätte beantworten können? Mir erscheint das mehr als nur unwahrscheinlich. Es dürfte wohl jedem halbwegs vernünftig denkenden Menschen klar sein, dass man sich mit jeder halbwegs etablierten Ernährungsform sowohl gesund als auch ungesund ernähren kann. Irgendeine Ernährungsphilosophie als das Nonplusultra anzupreisen, wäre gefährlicher, wenn nicht gar tödlicher Leichtsinn. Und ich glaube kaum, dass das ZDF bei seinem Kochduell irgendwelche Langzeitstudien durchgeführt hat, um dann vollmundig die Generallösung der Ernährungsfrage zu präsentieren. Tut mir leid, aber sich so etwas zu erhoffen wäre der Gipfel der Naivität.

        Einen schönen Sonntag noch vom
        Grünspecht

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        • Wenn ich den entsprechenden Post verlinken könnte, würde ich das tun. Das funktioniert aber nicht.

          Einfach auf die Uhrzeit des Facebook-Posts klicken und dann den Link aus der Adresszeile kopieren.

          Namensnennung: Es ist rechtlich kein Problem, Namen zu nennen, die sowieso öffentlich einsehbar bei Facebook sind.

          Und da ich dich als Betreiber des Blogs nicht kenne, weiß ich leider auch nicht, wie du zu solchen Dingen wie Datenschutz stehst. Darum bitte ich um dein Verständnis, wenn ich keine Namen nenne.

          Ich gebe mit Sicherheit keine Daten weiter! Außerdem liegt es doch in deiner Hand, wie viele Daten du preisgibst. Jeder kann auf meiner Seite auch anonym kommentieren (ohne Name und Mail Adresse), auch mit verschleierter IP Adresse.

          Es scheint mir, als würdest du dich rausreden wollen. Außerdem scheinst du zu verallgemeinern. Facebook ist nicht repräsentativ und wenige Einzelfälle spiegeln nicht die Mehrheit wider.

          Und ich glaube kaum, dass das ZDF bei seinem Kochduell irgendwelche Langzeitstudien durchgeführt hat, um dann vollmundig die Generallösung der Ernährungsfrage zu präsentieren. Tut mir leid, aber sich so etwas zu erhoffen wäre der Gipfel der Naivität.

          Natürlich ist das keine Studie, was da gemacht wurde. Es soll nur gezeigt werden, ob oder wie es sich bemerkbar machen kann, wenn man sich einen Monat als Fleischesser oder Vegetarier ernährt. Egal was dabei rauskommt. Etwas wird in den Köpfen hängen bleiben. Es ist z. B. zu erwarten, dass der Cholesterin-Spiegel sich bei den Vegetariern (die sich einen Monat vegetarisch ernähren) verbessern wird. Das ist nicht verwunderlich, wenn man sich mit dem Thema etwas auskennt. Für manche, vermutlich sogar viele, Fernsehzuschauer könnte das aber eindrucksvoll sein. Darin steckt natürlich eine gewisse Brisanz. Ein Synonym für Brisanz wäre Konfliktstoff.

          Einen schönen Sonntag

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  13. (Das mit dem Zitieren muss ich auch irgendwann mal lernen.)

    Ich weiß, dass es an und für sich kein Problem ist – beziehungsweise keines sein sollte – jemandes Namen zu zitieren, wenn dieser öffentlich einsehbar ist. Dass sich derartige Dinge aber zu enormen Problemen auswachsen können, weiß jeder, der sich länger mit der Veganer-, Rohkost- und/oder Tierrechtlerszene im Internet beschäftigt hat. Solltest du zum Beispiel die Seite „doggennetz.de“ kennen, dann kannst du an aktuellen Beispielen sehen, wie es da unter Umständen rundgehen kann. Menschen werden wegen Nichtigkeiten vor den Kadi gezerrt, es wurden auf diesem Wege schon virtuelle Existenzen ruiniert, und mit ein bisschen Pech verlieren manche Leute auch im realen Leben mehr als nur ein paar Gefolgsleute auf Facebook.
    Wenn du der Ansicht bist, dass ich mich nur rausreden möchte, steht dir das selbstverständlich frei. Ein Veggie, der an meinem Wort zweifelt, ist gegenüber einer möglichen kombinierten Internet/Reallife-Hexenjagd (alles schon vorgekommen) bei weitem das geringere Übel. Daher verzichte ich gerade bei solchen Leuten lieber auf Namensnennungen, bevor ich anschließend dauernd Shitstorms auf meiner Webseite habe oder gar ein paar Fanatiker vor oder in meinem Geschäft randalieren.

    Übrigens: Ich habe oben geschrieben, dass – Zitat – „Attila Hildmann auf Facebook von vielen seiner veganen Fans wegen seines Porsches mit Lederausstattung und seiner damit verbundenen Kommentare förmlich zerrissen wurde“. Ende des Zitats. Wo das jetzt etwas mit Verallgemeinerung zu tun hat, kann ich gerade nicht erkennen. Dass Facebook für Leute des öffentlichen Lebens (wie z.B. Attila Hildmann) ein wesentliches Kommunikations- und Präsentationsmedium darstellt, wirst du wohl nicht abstreiten. Dass man die meisten seiner Follower wohl auf die eine oder andere Weise als „Fans“ deklarieren kann, ist ebenfalls unstrittig. Wenn also einige dieser Menschen sich dazu hinreißen lassen, Hildmann für sein Geburtstagsgeschenk an sich selbst (seinen Porsche) zu verteufeln, dann ist das keine Verallgemeinerung, sondern schlicht die Wahrheit. Wo liegt also das Problem?

    Viele Grüße
    vom Grünspecht

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    • Solltest du zum Beispiel die Seite “doggennetz.de” kennen, dann kannst du an aktuellen Beispielen sehen, wie es da unter Umständen rundgehen kann. Menschen werden wegen Nichtigkeiten vor den Kadi gezerrt, es wurden auf diesem Wege schon virtuelle Existenzen ruiniert, und mit ein bisschen Pech verlieren manche Leute auch im realen Leben mehr als nur ein paar Gefolgsleute auf Facebook.

      Die Seite kenne ich nicht. Die meisten Vegetarier und Veganer, die ich kennengelernt habe, haben mit dem Bild, dass du hier versuchst zu zeichnen, nichts gemein. Auch ich entspreche diesem Bild überhaupt nicht.
      Bitte beleg doch endlich deine Behauptungen („vor den Kadi gezerrt“, „virtuelle Existenzen ruiniert“). Man könnte das auch als üble Nachrede verstehen. Also entweder belegen oder es wird gelöscht.

      Dass sich derartige Dinge aber zu enormen Problemen auswachsen können, weiß jeder, der sich länger mit der Veganer-, Rohkost- und/oder Tierrechtlerszene im Internet beschäftigt hat.

      Das könnte man als Verallgemeinerung verstehen. Idioten gibt es überall, das ist doch kein Problem was nur oder vermehrt unter Veganern oder Tierrechtlern verbreitet ist.

      Daher verzichte ich gerade bei solchen Leuten lieber auf Namensnennungen, bevor ich anschließend dauernd Shitstorms auf meiner Webseite habe oder gar ein paar Fanatiker vor oder in meinem Geschäft randalieren.

      Wie sollen denn andere deine Identität herausfinden können? Ich kenne deinen Namen nicht, deine Anschrift nicht und deine Webseite nicht. Ich weiß gar nichts von dir, außer deiner IP (und da weiß ich nicht mal, ob es deine echte IP Adresse ist). Okay, deine Mail Adresse habe ich. Aber auch die verrät mir in deinem Fall nichts. Du suggerierst hier etwas, was gar nicht möglich ist für den Normalbürger. Man müsste schon von der Polizei oder Staatsanwaltschaft sein, um zu erfahren, wer sich hinter deiner IP wirklich verbirgt bzw. wer du bist.

      Hildmann: Gut, in der von dir zitierten Passage verallgemeinerst du nicht, an anderen Stellen hatte ich schon den Eindruck. Vielleicht habe ich mich getäuscht.

      Wenn also einige dieser Menschen sich dazu hinreißen lassen, Hildmann für sein Geburtstagsgeschenk an sich selbst (seinen Porsche) zu verteufeln, dann ist das keine Verallgemeinerung, sondern schlicht die Wahrheit. Wo liegt also das Problem?

      Das ist der Punkt, einige Menschen. Wenn du es so sagst, stimme ich dir zu. Da gibt es für mich kein Problem. Aber was wolltest du damit sagen, was hat das mit meinem Plusminus-Beitrag zu tun?

      Viele Grüße,
      Noyan

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      • „was hat das mit meinem Plusminus-Beitrag zu tun?“

        Na nichts, ist doch klar. Er steigt damit ein, dass sich ‚bigotte Veganer‘ nicht über negative Darstellungen von Jägern aufregen, wechselt dann zu ‚bekloppten Veganern‘ auf Facebook, um am Ende nahezulegen, dass die ‚Vegan-Nazis‘ massenhaft Existenzen vernichten. Ein Schelm …

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  14. [Der Beitrag wurde gekürzt, da 1. kein Bezug zum Plusminus-Beitrag, 2. keine Belege für die Behauptungen und Anschuldigungen und 3. keine Möglichkeit, die beschuldigten Dritten zu Wort kommen zu lassen. – arschVegan]

    Hallo Noyan.

    „Die Seite kenne ich nicht.“

    Deswegen habe ich sie dir genannt. Damit du dich dort mal umschauen kannst und die entsprechenden Passagen finden kannst.

    „Die meisten Vegetarier und Veganer, die ich kennengelernt habe, haben mit dem Bild, dass du hier versuchst zu zeichnen, nichts gemein.“

    Was für ein Bild versuche ich denn deiner Meinung nach zu zeichnen? Ich habe von den Auswüchsen veganer Internetaktivitäten geschrieben und habe auch gesagt, wo man diese findet. Dass du offenbar die Quellen nicht liest und außerdem auch nicht akzeptieren willst, dass ich zum Selbstschutz keine Namen nennen möchte, soll nun mein Fehler sein?

    „Auch ich entspreche diesem Bild überhaupt nicht.“

    Herzlichen Glückwunsch, dass du offenbar einer der Veganer bist, die nicht zu dieser speziellen Sparte gehören. Das meine ich ganz ehrlich und ohne jede Ironie.

    „Bitte beleg doch endlich deine Behauptungen (“vor den Kadi gezerrt”, “virtuelle Existenzen ruiniert”).“

    Dann lies doch endlich mal auf den entsprechenden Seiten nach, wenn es dich interessiert. Allein bei Doggennetz.de findest du mehr als genug Hinweise und Quellen dazu. Und wenn du dich in der veganen Internetszene auskennst, dann sind dir die Namen dort sicher ein Begriff. Warum ich nicht verlinke, habe ich dir bereits gesagt.

    Die Verlinkung auf eine bestimmte Webseite erlaube ich mir dennoch:
    http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a182.htm (Freude über den Tod eines Jägers)
    http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a120.htm (Befürwortung von Brandanschlägen gegen Schlachthöfe)
    http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a125.htm (Verunglimpfung von Nichtvegetariern.)
    http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a105.htm (Aufforderung zu Straftaten – dem Einschlagen von Schaufenstern bei Buchhandlungen mit Jagdliteratur)

    „Man könnte das auch als üble Nachrede verstehen.“

    Eben dadurch, dass ich KEINE Namen nenne, ist der Vorwurf der üblen Nachrede (§ 186) von vornherein vom Tisch. Du würdest dich wundern, wie schnell man in diesen Kreisen auf einen Kritiker aufmerksam wird. Da ich dich, wie schon gesagt, nicht kenne, weiß ich auch nicht, wie schnell du einknickst. Daher gebe ich diesen Leuten keine Vorlage, sondern bleibe mit meinen Äußerungen allgemein. Jetzt verstanden?

    „Das könnte man als Verallgemeinerung verstehen. Idioten gibt es überall, das ist doch kein Problem was nur oder vermehrt unter Veganern oder Tierrechtlern verbreitet ist.“

    Das habe ich auch nicht behauptet, oder? Lies doch bitte das, was ich schreibe und nicht das, was du gern lesen würdest.

    „Wie sollen denn andere deine Identität herausfinden können? Ich kenne deinen Namen nicht, deine Anschrift nicht und deine Webseite nicht.“

    Siehe oben.

    „Hildmann: Gut, in der von dir zitierten Passage verallgemeinerst du nicht, an anderen Stellen hatte ich schon den Eindruck. Vielleicht habe ich mich getäuscht.“

    Da greift wohl das „Vier-Ohren-Modell der Kommunikation“. Das ist im Internet noch deutlich schwieriger als von Angesicht zu Angesicht.

    „Das ist der Punkt, einige Menschen. Wenn du es so sagst, stimme ich dir zu. Da gibt es für mich kein Problem.“

    Habe ich irgendwo gesagt, dass es alle Menschen wären? Oder klammerst du dich jetzt an den Wortunterschied zwischen „einige“ und „viele“? Wo hört für dich „einige“ auf und fängt „viele“ an?

    „was hat das mit meinem Plusminus-Beitrag zu tun?“

    Nichts. Die Antwort auf deinen Plusminus-Beitrag habe ich dir am 4.5. um 16:14 Uhr gegeben. Am 5.5. um 4:27 Uhr war ich dann so frei, auf deine Vermutung bezüglich des Hintergrundes unterschiedlicher Kommentare die Kommentare diverser Fans von Attila Hildmann zu erwähnen. Dies wurde dann von Alex bezweifelt, und ihm habe ich auch die entsprechenden Antworten geschrieben. Spätestens mit der Frage von Alex am 9,.5., wo das Problem mit den Hildmann-Kritikern sei, war die Thematik „Plusminus“ für mich gegessen, und ich habe auf diese Frage geantwortet, worauf du dann mit deiner Frage nach Zitaten geantwortet hast. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich nicht das Gefühl, dass du an meiner Ansicht zu tendenziellem Journalismus oder meiner Meinung zu dem Plusminus-Beitrag noch sonderlich interessiert warst.

    Aber um diese Offtopic-Schreibe zu einem Ende zu führen, werde ich mich an dieser Stelle verabschieden. Wie du schon gesagt hast: Mit dem Thema hat unsere Diskussion nichts mehr zu tun. Außerdem wurden mMn die wichtigen Punkte genannt, und ich will mir keine Threadpiraterie vorwerfen lassen.

    Nur noch eine letzte Anmerkung:
    Ich habe in deinem Blog gestöbert und gesehen, dass du im Dezember geschrieben hast, du seist „professioneller Neu-Veganer“ mit „fünfjähriger Mangelernährungslaufbahn“. Das kann jetzt bedeuten, dass du seit fünf Jahren mit dem Veganismus herumexperimentiert hast und dich nun endgültig dafür entschieden hast. Oder, dass du seit fünf Jahren Vegetarier warst (Ovo-Lacto zum Beispiel) und jetzt den Veganismus ausübst. Oder vielleicht etwas ganz Anderes. Wie dem auch sei: Ich vermute anhand deiner Äußerungen, dass du dich noch nicht allzu lange mit den Internetidolen des Veganismus befasst hast. Aber ich wage die Prognose, dass dir bei der Beschäftigung mit dieser Materie der eine oder andere der bereits erwähnten oder auch nicht-erwähnten Veggies noch über den Weg laufen wird. Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei und hoffe sehr, dass du dich nicht anstecken lässt.

    Viele Grüße und guten Appetit, egal was jemand isst,
    vom Grünspecht

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    • Lieber Grünspecht,

      dein Kommentar ist im Spamordner gelandet. Deshalb hätte ich ihn fast übersehen. Er enthielt „verdächtige“ Worte.

      Was für ein Bild versuche ich denn deiner Meinung nach zu zeichnen?

      Du erweckst den Eindruck, dass deine Behauptungen auf die Mehrheit der Veganer zutreffen würde. Das machst du vielleicht nicht absichtlich. Aber deine Wortwahl und unbelegten Behauptungen hinterlassen in meinen Augen diesen Eindruck.

      Ich habe von den Auswüchsen veganer Internetaktivitäten geschrieben und habe auch gesagt, wo man diese findet. Dass du offenbar die Quellen nicht liest und außerdem auch nicht akzeptieren willst, dass ich zum Selbstschutz keine Namen nennen möchte, soll nun mein Fehler sein?

      Wenn du keine Namen nennen möchtest und keine Verlinkungen zu den Zitaten anführst, ist das okay. Dann darfst du aber auch nicht erwarten, dass ich diese Behauptungen und Anschuldigungen hier veröffentliche.
      Ich habe mir deine Quellen angesehen. Es reicht aber als Quellenangabe nicht aus, einfach auf die Startseite einer Internetseite zu verweisen oder Facebook als Quelle anzugeben. Das ist ungefähr so hilfreich, als würde ich schreiben „Quelle Youtube“, oder noch schlimmer „Quelle Internet“. Der Sinn einer Quellenangabe ist es, anderen die Möglichkeit zu geben, Aussagen schnell zu überprüfen. Das ist mit deinen ‚Quellenangaben‘ nicht ohne Rechercheaufwand möglich. Der Hase läuft anders: Wer eine Behauptung aufstellt, ist an der Reihe diese ordentlich zu belegen.

      Die Verlinkung auf eine bestimmte Webseite erlaube ich mir dennoch:
      http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a182.htm (Freude über den Tod eines Jägers)

      So ist die Quellenangabe richtig.
      Auch wenn deine Kaplan Beispiele nicht ganz so eindeutig sind, wie es deine Kommentare in den Klammern vermuten lassen. Z.B.: „Außerdem habe ich, was dem Interviewtext freilich nicht anzumerken ist, diese Aufforderung zum Fensterscheiben-Einschlagen nicht „bierernst“, sondern schmunzelnd ausgesprochen.“ Deinem Grundanliegen stimme ich trotzdem zu, Grünspecht. Kaplans Aussagen sind hier einfach daneben. Nicht umsonst wird er unter Veganern kritisch gesehen. Vielleicht hat er vergessen, dass er selber nicht perfekt geboren ist und auch heute nicht perfekt ist? Wie auch immer, Kaplan ist nicht die Mehrheit der Veganer und er vertritt sie auch nicht (meine Meinung).

      “Das könnte man als Verallgemeinerung verstehen. Idioten gibt es überall, das ist doch kein Problem was nur oder vermehrt unter Veganern oder Tierrechtlern verbreitet ist.”
      Das habe ich auch nicht behauptet, oder? Lies doch bitte das, was ich schreibe und nicht das, was du gern lesen würdest.

      Richtig, das behauptest du nicht. Du suggerierst es aber meiner Meinung nach.

      Ab diesem Zeitpunkt hatte ich nicht das Gefühl, dass du an meiner Ansicht zu tendenziellem Journalismus oder meiner Meinung zu dem Plusminus-Beitrag noch sonderlich interessiert warst.

      Da irrst du. Zu allem was direkt mit dem Plusminus-Beitrag zu tun hat, lese ich sehr gerne einen Kommentar von dir.

      Ich habe in deinem Blog gestöbert und gesehen, dass du im Dezember geschrieben hast, du seist “professioneller Neu-Veganer” mit “fünfjähriger Mangelernährungslaufbahn”. Das kann jetzt bedeuten, dass du seit fünf Jahren mit dem Veganismus herumexperimentiert hast und dich nun endgültig dafür entschieden hast. Oder, dass du seit fünf Jahren Vegetarier warst (Ovo-Lacto zum Beispiel) und jetzt den Veganismus ausübst.

      Ich bin seit 5 Jahren Veganer. Die merkwürdigen Formulierungen von mir sollen ein wenig Sarkasmus sein.

      Ich vermute anhand deiner Äußerungen, dass du dich noch nicht allzu lange mit den Internetidolen des Veganismus befasst hast.

      Falsch vermutet 🙂 Ich habe mich schon viele Jahre vor dem Vegansein mit den Idioten, ‚Helden‘ und der Mehrheit der Veganer (den ganz normalen Veganern) befasst. Diese Idioten und ‚Helden‘ gibt es aber auch genauso in allen anderen gesellschaftlichen Gruppen.

      Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei und hoffe sehr, dass du dich nicht anstecken lässt.

      Danke! Ich wünsche dir, dass du trotz deiner schlechten Erfahrungen mit Ausnahmen offen bleibst für die Mehrheit der Vegetarier und Veganer. Die sind nämlich ganz schön okay. 😉

      Viele Grüße und guten Appetit,
      Noyan

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